Die Geschichte des goldenen Buddhas

Kennst du die Geschichte des goldenen Buddhas?

Die Geschichte des goldenen Buddhas geht so:

Es gab einen riesigen Buddha aus Gold. Um ihn vor den Invasoren zu schützen, wurde er mit Schlamm und Glassplitter überdeckt, um den wahren goldenen Kern zu verdecken. Die Invasoren hielten ihn für einen gewöhnlichen Buddha und zogen weiter.

Jedoch behielt man die Schutzschicht weiter darauf und mit der Zeit vergaßen die Menschen den wahren Kern des Buddhas. Erst 200 Jahre später, als der Buddha in eine kleine Pagode gebracht werden sollte, sprang bei dem Umzug ein Stück Schlamm ab und enthüllte den goldenen Kern.

Diese Geschichte beschreibt, was ich vielen, vielen Gesprächen gesehen und gehört habe.

Ich lese die Seelenpläne meiner Kundinnen und sehe diese fantastischen Gaben und Fähigkeiten, die Großartigkeit und das höchst Potenzial ihres Seins.

Und dann sehe ich die Frauen, die sich nicht trauen, die sich verstecken und glauben, nicht gut genug zu sein. Die auf die Zweifel und gemeinen Stimmen hören, die sie kleinhalten und davon abhalten, auch nur in die Nähe ihrer Größe zu kommen.

Viele ahnen, dass da etwas in ihnen steckt, das tief verborgen ist. Doch sie wissen nicht, wie sie da wieder herankommen, wie sie die Schichten abtragen können, die ihren goldenen Kern verstecken.

Sie sehen sich nach etwas und wissen nicht genau, was es ist. Es wird blockiert und sabotiert und der Anfang immer weiter rausgeschoben. Sie erzählen sich, dass ihre Familie wichtiger ist, dass die Bedürfnisse der anderen zuerst kommen und ihre Träume eben Träume sind. Oder, dass sie bald starten, wenn sie sich nur erst um dieses und jenes gekümmert haben.

Und wenn ich „sie“ sage, meine ich auch immer mich. Ich erkenne diese Muster so gut, da ich sie selbst erlebe und ständig im Auge behalten muss.

Ich musste das Gefühl der schlechten Mutter ablegen, wenn ich abends meine Beratungen durchführe und mein Mann die Kinder ins Bett bringt. Jetzt gerade schreit eine Stimme in mir, die sagt, dass ich doch gar nicht genug weiß, um so einen Text zu verfassen. Wer bin ich, zu glauben, dass es dich interessieren könnte, was ich zu sagen habe?

Wir alle haben diese Stimme und Gedanken. Das Gute ist, dass es Möglichkeiten gibt, diese leiser werden zu lassen.

Auf dem Weg zu unserem „goldenen Kern“ hören wir die Stimmen immer lauter, weil sie uns davon abhalten wollen, weiterzugehen. Doch der einzige Weg ist immer wieder weiterzugehen, mit den Stimmen zu arbeiten und sich nicht aufhalten zu lassen.

Erinnere dich an deinen goldenen Kern. Denn ich weiß, dass er in dir steckt und unbedingt herauskommen möchte. Und du weißt es auch, denn sonst würdest du diesen Text jetzt nicht lesen.

Finde den goldenen Kern in dir. Grabe immer weiter und lass dich nicht von den Stimmen abhalten, die dir sagen, dass du nichts Besonderes bist.

Entdecke den goldenen Buddha in dir!


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